Die verschiedenen Hautlichttypen

Aus biologischer Sicht werden alle Menschen, je nach UV-Empfindlichkeit,
in sechs Hautlichttypen kategorisiert:

TYP 1: Der keltisch/irische/rothaarige

Hat meist kaum ein nennenswertes Eigenpigment, daher nach Sonnenbad keine Bräunung. Insgesamt sehr hohe Empfindlichkeit, sehr große Gefahr von akuten und chronischen Sonnenschäden. Für die Vitamin-D-Synthese benötigt dieser Hautlichttyp kürzere UV-Einwirkungszeiten als dunklere Hautlichttypen. Ein bewölkter Himmel reicht oft aus. Ein LSF von 30 oder mehr und immer eine genügende Menge Creme verwenden (2 mg Creme/2 cm Körperoberfläche; dies entspricht 40 g Creme bei einem 70 kg schweren Menschen). Regelmäßige dermatologische Untersuchungen sind unabdingbar.

TYP 2: Der Nordeuropäer

Häufiger Hauttyp in Skandinavien und nordeuropäischen Ländern. Wenig Eigenpigment, bei Sonne oft nur geringe Bräunung, fast immer Rötungen, sehr leicht Sonnenbrand. Hohe Empfindlichkeit, Gefahr von akuten und chronischen Hautschäden durch Sonneneinwirkung. Für die Vitamin-D-Synthese benötigt dieser Hautlichttyp nur kurze Einwirkungszeiten der Sonne, für die auch ein bewölkter Himmel ausreicht. Bei guter Vorbereitung (das heißt langsames, sehr vorsichtiges Gewöhnen an die Sonne) kann trotzdem ein gut gebräunter Teint erzielt werden. Die Haut darf nur sehr gut geschützt der Sonne ausgesetzt werden, am besten durch Creme mit einem LSF von mindestens 30 dicht gewebte Kleidung. Regelmäßige dermatologische Untersuchungen sind empfohlen.

TYP 3: Der Mitteleuropäer

Häufiger Hautlichttyp in Mitteleuropa, Amerika und vielen Teilen Südamerikas. Gute Eigenpigmentversorgung der Haut, relativ geringe Sonnenempfindlichkeit. Obwohl akute Sonnenschäden bei diesem Typ seltener vorkommen, ist der Sonnenschutz auch hier wichtig und darf nicht vernachlässigt werden, insbesondere zum Schutz vor chronischen Hautschäden durch Sonneneinwirkung. Längere ungeschützte Aufenthalte in der intensiven Sonne sind daher auch bei diesem Hautlichttyp unbedingt zu vermeiden, das heißt, auch für diesen Hautlichttyp ist ein umsichtiger Umgang mit der Sonne wichtig. Oft genügt ein LSF in geringer Höhe, also 15 bis 20. Die Crememenge muss unbedingt groß genug sein (siehe auch Info zur richtigen Crememenge bei Hautlichttyp 1). Regelmäßige dermatologische Untersuchungen sind empfohlen.

TYP 4: Der Südeuropäer

Häufiger Hautlichttyp in Südeuropa, Südamerika, Nordafrika, Vorderasien und Asien. Sehr gute Versorgung der Haut mit Eigenpigment. Rötungen und Sonnenbrände kommen nur sehr selten vor und die Haut bräunt exzellent bzw. weist von Natur aus eine relativ hohe Eigenpigmentierung auf. Sonnenschutz wird meist nicht durchgeführt, ist jedoch bei längerer und intensiverer Sonneneinwirkung auch für diesen Hauttyp sinnvoll. In der Regel genügt ein LSF von geringer Höhe, also LSF 12 bis 15. Wenn Rötungen oder Sonnenbrände vorkommen, sind sie aufgrund der hohen Eigenpigmentierung kaum sichtbar. Das Hautkrebsrisiko ist bei diesem Hauttyp zwar gering, aber durchaus gegeben.

TYP 5: nordafrikanisch/indisch/asiatisch

Wie Hautlichttyp 4 kommt auch Hautlichttyp 5 häufig in Vorderasien, besonders aber in weiten Regionen Asiens (Indien, Philippinen) und vielen Gegenden Afrikas vor. Die Haut ist dunkelbraun, das heißt, sie weist viel Eigenpigment auf und kennt praktisch keinen Sonnenbrand. Menschen dieses Hauttyps verwenden so gut wie nie Sonnencremes. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ist sehr gering.

TYP 6: Der schwarzafrikanische

Dieser Hauttyp kommt fast ausschließlich bei Schwarzafrikanern und Afroamerikanern vor und reicht von tiefem Dunkelbraun bis Schwarz. Auch Menschen dieses Hautlichttyps haben nicht mehr Pigmentzellen als die aller anderen Hautlichttypen auch. Die Pigmentkörnchen (Melanosomen) sind jedoch wesentlich größer und schützen die Hautzellen dadurch wesentlich besser vor den schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichts. Sonnenbrand und Hautkrebs kommen bei diesem Hautlichttyp praktisch nicht vor.